USA - Reisen mit PKU

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Ein Erfahrungsbericht

    USA - ein wunderschönes Reiseziel, dass für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Ob Ski fahren in den Rocky Mountains, ein ausgedehnter Strandspaziergang an den traumhaften Stränden von Florida, Spiel Spaß und Abenteuer in Las Vegas oder ein aufregender Shopping Trip nach New York, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist auf jeden Fall eine Reise wert, das kann ich aus eigenen Erfahrungen sagen.

    Doch leider hört man immer wieder, dass viele von Euch Angst davor haben, so eine große Reise zu unternehmen. Sei es auf Grund der Frage, ob und wie man die Aminosäuremischung transportieren und einführen darf, oder wie ich mich vor Ort ernähre. Um Euch etwas die Angst davor zu nehmen, will ich nun auf diese Fragen näher eingehen und aus meinen eigenen Erfahrungen zu diesen Themen berichten - und eins sei schon vorweg genommen: Ich habe nur positive Erfahrungen gemacht.

    Für die Aminosäuremischung gilt grundsätzlich, dass sie wie ein Medikament zu bewerten ist, das regelmäßig eingenommen werden muss, um Folgeschäden zu vermeiden. Dies kann entweder mit Hilfe eines Schreibens der behandelten Uniklinik oder des neu von der E.S. PKU entwickelten PKU Reisepasses bestätigt werden (erhältlich über dig-pku.de). Der PKU Reisepass enthält in vielen verschiedenen Sprachen die wichtigsten Informationen über die PKU, was die Aminosäuremischung ist und warum sie eingenommen werden muss. Auf Anfrage kann man diesen an der Passagierkontrolle oder auch bei der Einreise vorzeigen. Allerdings musste ich dies weder bis jetzt in den USA noch in exotischen Ländern wie China, Südkorea oder Japan.

    Noch ein kleiner Tipp von mir: Packt die Aminosäuremischung immer ins Handgepäck, da es passieren kann, dass der Koffer etwas verspätet eintrifft. Auch noch wichtig zu wissen ist, dass man im Flugzeug ein Zollformular für die Einreise bekommt. Hier sollen alle Dinge aufgeführt werden, die in die USA eingeführt werden. Es ist ratsam alle eiweißarmen Lebensmittel, die man dabei hat, aufzuführen.

    Wo wir auch schon beim Thema Essen wären. In den USA gibt es in vielen Supermärkten (ich kann die Kette Whole Foods sehr empfehlen) eine große Auswahl an Lebensmitteln, die eiweißarm sind, wie z.B Reismilch oder schon bereits geschnittenes Obst und Gemüse. Und da die meisten Hotels einen Minikühlschrank kostenfrei zur Verfügung stellen kann man die Sachen schön lagern und z.B das Frühstück mit eiweißarmen Brot im Hotelbett genießen. Aber auch essen gehen ist kein Problem, da viele Restaurants vegetarische Gerichte auf der Karte haben, die oft auch eiweißarm sind und die Kellner gerne Auskunft darüber geben oder ein alternativ Menü anbieten.

    Ich hoffe, dass ich euch etwas die Angst vorm Reisen mi PKU nehmen konnte und sich einige offenen Fragen geklärt haben. Ich wünsche Euch viel Spaß beim erkunden eines tollen Landes mit wunderbaren Menschen und atemberaubenden Landschaften.

    Abschließend würde ich euch gerne noch das Projekt vom PkuBoard.info ans Herz legen. Wir bauen gerade ein „Reise Netzwerk“ zusammen mit der E.S.PKU auf, um für längere Reisen oder Unterstützung ein Ansprechpartner vor Ort zu bieten. Reinschauen lohnt sich also und wer möchte kann auch selbst ein Angebot einstellen, damit PKU-Reisende aus anderen Ländern einen Ansprechpartner in Deutschland haben.

    Viel Spaß bei eurer nächsten Reise
    Alexander Hennig

    pkuboard.info/gallery/album/92…9ac670b627dd59133042c3af5pkuboard.info/gallery/album/82…9ac670b627dd59133042c3af5pkuboard.info/gallery/album/72…9ac670b627dd59133042c3af5

    369 mal gelesen