Neue EU Richtlinie zur Lebensmittelbschriftung

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    • Neue EU Richtlinie zur Lebensmittelbschriftung

      Es wird eine neue EU Richtlinie zur Lebesmittelbeschriftung geben. So diese in der jetzigen Form in Kraft tritt, wird es Herstellern nichtmehr erlaubt sein Lebensmittel als "eiweißarm" zu kennzeichnen, noch wird es erlaubt sein die PHE-Menge eines Produkts anzugeben. Dies betrifft alle Lebensmittel, nicht die Aminosäuremischungen. In der E.S.PKU wurde das Thema aufgedeckt und nun an einer Lösung gearbeitet. Details dazu findet man auf der E.S.PKU Homepage.

      Das hier dringender Handlungsbedarf besteht, steht wohl außer Frage. Bin gespannt was ihr dazu sagt.

      E.S.PKU schrieb:

      Review of European legislastion on dietary food could mean a significant backward step for the treatment and management of Phenylketonuria (PKU)

      On March 28th, 2105 the Spring Meeting of the European Society for Phenylketonuria and Allied Disorders took place in Berlin, Germany. 24 delegates from 13 national PKU Associations took part and discussed the latest political developments.

      PKU patients have to follow a strict low protein diet supplemented by an amino acid replacement. They have to calculate the intake of Phenylalanine to avoid any health problems related to the disease. Therefore quantitative labelling of Phenylalanine is crucial for their daily life. The tailored low protein food is far more expensive than comparable regular food.

      Resulting from a presentation by Norbert Pahne from Diätverband (Germany) the attending delegates were informed that the on-going revision process of European legislation on dietary food may have an impact on reimbursement and labelling of low protein products. Currently low protein foods as required for the PKU diet may be marketed as “foods for particular nutritional purposes sui generis” according to Article 11 of Directive 2009/39/EC – the current so-called framework directive for dietary foods. The concept of dietary foods and Directive 2009/39/EC including its Article 11 is repealed by Regulation 609/2013 which introduces a new legal framework for foods for special consumer groups (FSG) instead. This new Regulation will enter into force in July 2016 and does not foresee any rules for low protein foods as required for the PKU diet. As a consequence the affected products will have to be switched to foods for general consumption and the relevant legislation will apply. In this case the quantitative labelling of Phenylalanine will not be possible from July 2016 onwards. Alternatively low protein products could to be switched to medical food in the sense of the legislation for foods for special medical purposes (FSMP). But the European Commission and the Member States are not supposed to accept low protein convenience foods as part of the FSMP category. This development may also have an implication on reimbursement of low protein food.

      Currently there is no clarity. The meeting decided that the ESPKU should contact the European Commission the initiator of the legislation directly. This is of immediate concern for all those suffering from PKU and therefore ESPKU and its members delegates will try to resolve this as soon as practically possible.
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    • Was soll denn das bitte?!

      Da wird seit Jahren immer mehr dran "gefeilt" die lebensmittelkennzeichnungen noch detaillierter zu machen ( "kann Spuren von xy enthalten", "Gluten-/laktosefrei") und dann sowas?!

      Also da fehlt mir jegliches Verständnis (vom Sinn mal ganz zu schweigen) X(
      mit den 3 Jungs *2007 ; *2010 und *2013

      Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert - Oscar Wilde-
    • Bei uns muss halt alles geregelt werden, vom Krümmungsgrad von Bananen bis zur Beschriftung von Lebensmitteln. X( Ich schätze mal, das ist so ähnlich wie bei den Änderungen vor ein paar Jahren, seit denen Produkte nicht mehr mit light oder Diät bezeichnet werden dürfen. Jetzt steht nur noch sowas drauf wie "enthält wenig Zucker". Was sich mir allerdings überhaupt nicht erschließt, ist warum es verboten sein soll den Phe-Gehalt anzugeben. Ist doch nicht so, dass da Normalbürger auf die Idee kämen zu sagen: Oh schau an, niedriger Phe-Gehalt, klingt lecker, kauf ich. Die meisten Leute können doch auch mit dem Fett-, Ballaststoff- oder Kaloriengehalt auf Produkten nichts anfangen. Das sind halt immer Angaben für Leute die es brauchen bzw. interessiert. Und das ist der Punkt, wir brauchen diese Angaben. Denn kurioserweise lässt sich der Phe-Gehalt bei vielen speziell eiweißarm hergestellten Produkten nicht mit der üblichen Umrechnungsformel aus dem Eiweißgehalt berechnen. Als Beispiel habe ich gerade mal aufs Landbrot von Poensgens geschaut, was ich in der Küche stehen hab. Das hat einen Eiweißgehalt von 0,7 g. Das würde bedeuten wir berechnen 35 mg Phe pro 100 g. Aber laut Auszeichnung enthält das Brot nur 12,9 mg Phe pro 100 g. Wir würden also ohne die Phe-Angabe 22 mg zuviel berechnen. (Ich frag mich schon lange, wie das gemacht wird, dass die Spezialprodukte weniger Phe enthalten als der Eiweißgehalt andeutet. Können die irgendwie Phe entziehen?)
    • Genau das ist der Punkt: entweder die Menschen brauchen es (aus welchen Gründen auch immer) oder es ist völlig uninteressant.

      Die Änderungen wegen der "Light"- bzw "Diät" Lügen im normalen Handel...das konnte ich durchaus noch nachvollziehen. Wobei man auch immer dabei sagen muss: die Lebensmittelindustrie kann mit solchen Methoden auch nur die Menschen verar***n, die sich vera***n lassen sprich die, die keine Ahnung haben oder denen es schlichtweg egal ist.

      Das größte Ärgernis finde ich hierbei noch, dass es eben NICHT in erster Linie den normalen Handel betrifft (weil da ohnehin kaum ein Produkt mit "eiweissarm" geschweige denn dem Phe-Gehalt deklariert ist)- sondern um die Diätfirmen etc. also dort, wo DIE BETROFFENEN ihre (Grund)Nahrungsmittel beziehen und eben nicht jeder xy, der vor irgendwas "geschützt" werden müsste.

      Dass der Phe Gehalt nicht mehr angegeben werden darf, ist dabei das Übelste an der ganzen Sache (ob/dass etwas eiweißarm ist, sehen wir ja spätestens mit Blick auf den Eiweißgehalt).
      Mich würde v.a. mal interessieren, wer sich so eine Änderung ausgedacht hat?!
      Der Lebensmittel-Vorschriften Katalog ist scheinbar noch nicht dick genug.

      Einfach unbegreiflich....
      mit den 3 Jungs *2007 ; *2010 und *2013

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sabrina ()

    • Hab ich das richtig verstanden in dem englischen Text, dass die wollten, dass PKU-Essen in die Kategorie "Spezialessen aufgrund eines medizinischen Zwecks" eingestuft werden sollte (warscheinlich dass die Phe-Angaben dort doch draufgedruckt werden dürfen), aber die Europäische Kommission und die Länder dagegen waren.
      Wenn das Essen jetzt wirklich so eingestuft werden "würde", würde das dann heißen, dass die Krankenkasse die kosten dafür übernehmen müsste?
    • Genau, Juju1990 - da sehe ich auch eine Chance, denn dann MÜSSTEN die Krankenkassen es übernehmen oder man könnte, wenn sie ein Schlupfloch finden, zumindest steuerliche Vergünstigungen dafür bekommen und damit eventuell die Jahresgrenze für medizinischen Aufwand (irgendwas mit über 2% vom Netto-Jahresverdienst muss es übersteigen) erreichen, wisst ihr was ich mein :P

      Was es heißt, wenn es nicht als medizinische Nahrung anerkannt wird, das möchte ich mir gar nicht vorstellen. Evtl. bezieht sich das ja dann nur auf das Labelling und man darf dann noch zu den Produkten entsprechende Nährwertprofile rausgeben, auf denen dann Phe-Gehalt etc. angegeben werden darf. Ich hoffe, dass nicht nur die PKU-Organisationen und Betroffene diesen Kampf führen, sondern auch die Firmen, ich denke, da hängt auch deren Existenz davon ab, bzw. größere Geschäftszweige. Man weiß ja auch gar nicht, was da an Rattenschwanz noch so dranhängt bei den Firmen - eventuell erschwert das auch die Produktion / Verwaltung / wirkt sich auf die Kosten aus, wenn sich die Kategorie der Lebensmittel ändert.

      Kann man denn als "Normalo" da irgendwas tun? Gibt es eine Petition oder so? ;( Falls nicht, könnte man ja eine aufziehen - es gibt doch glaub online so ein Petitionsportal?! :panic: Am besten, für die Einstufung der Lebensmittel als medizinische Lebensmittel, das würde uns allen das Leben sehr viel leichter machen (und den Geldbeutel sicherlich schonen?!) :wait:

      LG
      Katie
    • Das Problem das dahinter liegt ist, dass die EU ihre Regeln vereinfachen möchte. Deshalb ist es so, dass eiweißarme Lebensmittel in Zukunft nicht mehr unter diese Regelung fallen sollen. Daher wandern sie in eine andere Kategorie von Produkten wo es eben diverse, für uns nachteilige, Beschränkungen gibt. Die Chance mit den FSMP Produkten erlaubt es wieder PHE-Angaben anbringen zu dürfen. In diesem Fall müssen wir Kämpfen das es keine Katastrophe wird. Das geht vermutlich aber nur auf EU-Level, wenn man die richtigen Personen adressiert. Deshalb steht das Thema auch ganz oben auf der ToDo Liste der E.S.PKU.

      Eine Petition wird wahrscheinlich nicht genügend Teilnehmer bekommen um etwas zu erreichen. Trotzdem finde ich die Idee nicht schlecht.
      Ich werde mich einmal umsehen was es hierzu gibt und was man da machen könnte. Schaden würde es auf keinen Fall ;)
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    • Nein jegliche Information (Folder, etc.) zu einem Produkt darf diese Angaben nichtmehr enthalten. Das ist unter anderem eines der Probleme. Vor allem wirst du aber keine Lebensmittel mehr finden. Wenn das so in Kraft tritt darf es zum Beispiel wohl auch in zB Webshops keine Kategorie "eiweißarm" mehr geben. Wenn die Lebensmittel also zusätzlich auch nichtmehr gekennzeichnet werden dürfen - wie kommt man zum richtigen?!
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    • Mittlerweile bin ich der Meinung, dass Politiker Geld dafür bezahlen müssten, dass sie arbeiten, dann würden solche Vorschläge nicht mehr kommen.
      Dürfen glutenfreie Lebensmittel dann auch nicht mehr als glutenfrei gekennzeichnet werden? Oder fallen diese Lebensmittel in eine andere "VereinfachungsRubrik"?