Arbeitsrecht & Schwangerschaft

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    • Arbeitsrecht & Schwangerschaft

      Hallo
      ich habe derzeit einen befristeten Vertrag der bis Februar geht. Heute unterschreibe ich meinen Festvertrag, der datiert ist auf einen Tag nach dem Auslaufen des befristeten Vertrags. Wie verhält sich das, wenn ich schwanger werde vor Beginn des Festvertrags? Kann ich gekündigt werden? Gelten die Konditionen, die ich mit meinem Chef für den neuen Vertrag ausgehandelt habe? Bin ein bisschen verzweifelt...
      Würde mich über Hilfe freuen!!
    • Eine wirklich bindende Aussage dazu kann wohl nur ein Anwalt liefern. Aber vielleicht habt ihr einen Betriebsrat, der müsste sich auch damit auskennen. Vielleicht weiß sogar die Frauenärztin etwas.

      Meines Wissen nach, ist man ab der Schwangerschaft fast unkündbar (sofern du nicht was Illegales machst). Man darf ja auch bei einem Einstellungsgespräch eine Schwangerschaft leugnen, sollte man gefragt werden. Wenn man schwanger ist, hat man Kündigungsschutz. Bei einem befristeten Vertrag läuft der Vertrag aber ganz normal aus, bei einem unbefristeten ist man erstmal unkündbar und nach der Probezeit und Schwangerschaft bedarf es eines nachweisbaren Grundes. Unwirksam wird ein bereits geschlossener Vertrag durch eine Schwangerschaft nicht. Dennoch sollte man mit offenen Karten spielen. Eine Schwangerschaft kann leider auch mal böse ausgehen und dann ist der Kündigungsschutz noch während der Probezeit weg und man kann ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

      Falls du noch nicht schwanger bist, ist die Frage, ob das jetzt überhaupt ein passender Zeitpunkt wäre oder vielleicht doch erst im nächsten Jahr, damit sich der neue Arbeitgeber nicht hintergangen fühlt. Man möchte ja schließlich möglichst lange dort bleiben.
    • Bedenke auch die Probezeit ! Innerhalb dieser kann der Arbeitgeber dich Kündigen ohne Gründe nennen zu müssen! Das sind in der Regel 6 Monate.

      Ich würde es um 12 Monate verschieben, so schwer es auch fällt
    • 0yise33dzk schrieb:

      Bedenke auch die Probezeit ! Innerhalb dieser kann der Arbeitgeber dich Kündigen ohne Gründe nennen zu müssen! Das sind in der Regel 6 Monate.

      Ich würde es um 12 Monate verschieben, so schwer es auch fällt
      Das stimmt so nicht!

      Auch in der Probezeit kann man nicht gekündigt werden. Da kommen die gleichen Gesetze zur Anwendung, wie bei einer Schwangerschaft und Festvertrag (und ausserhalb der Probezeit)
      Ausnahmen gibt es aber auch hier- z.B. bei Insolvenz des Unternehmens oder Fehlverhalten des Arbeitnehmers. Dazu bedarf es dann allerdings auch einer Genehmigung vom Gewerbeaufsichtsamt.

      Das sind allerdings nur die juristischen Fakten. Ob man es sich mit dem Arbeigeber mehr "verscherzen" will, als nötig muss jeder für sich selbst beurteilen.
      Solltest du noch nicht schwanger sein, würde ich dann allerdings auch empfehlen noch etwas zu warten. Zumindest, wenn du vor hast, nochmal "zurück zu kommen".

      Den Hinweis, dass eine Schwangerschaft (leider) auch kein gutes Ende nehmen kann, finde ich dabei auch nicht unwichtig, denn dann ist der Kündigungsschutz tatsächlich weg
    • Das stimmt, die normalen Regeln der Probezeit gelten während der Schwangerschaft nicht, da gibts Sonderkündigungsrechte, d.h. man ist in der Tat fast unkündbar. Das heißt nicht, dass man es unbedingt erlauben sollte sich beim Arbeitgeber unbeliebt zu machen.
    • ich hatte mal eine Kollegin die in der ca. 9. Woche schwanger neu bei uns unbefristet eingestellt wurde. Mein Chef wußte davon auch erst mal nix. Nach der 12. Woche hat sie es dann gesagt. Ich denke Familiengründung geht vor "nett zum Chef sein" ;) und meiner war damals überhaupt nicht sauer. Frauen können nun mal schwanger werden.
    • Natürlich können Frauen Schwanger werden. ;) Das ist nun mal so. Allerdings ist es für den Chef auch blöd, wenn gerade jemand neues kommt und denkt, okay die kann ich nun einlernen und dann ist die kurz darauf wieder weg und er muss wieder mit der suche von vorne beginnen... auch nicht so dolle.

      Das nur mal als blick von der anderen Seite
    • Danke für die vielen Antworten.
      Ich arbeite dort schon seit anfang 2014. Den Festvertrag habe ich heute unterschrieben. Probezeit habe ich keine. Und Arbeitsbeginn ist im Februar (Chef sagt nahtloser übergang von befristetem zum unbefristeten Vertrag). Mehr Gehalt bekomme ich schon ab September, obwohl Vertrag auf Februar datiert. Fortbildung im Oktober...bei Bestehn nochmal Gehaltserhöhung.
      Sehr verwirrend...will mir aber den Festvertrag nicht auf jetzt datieren...soll einer verstehen...
      Und nein, ich muss nicht unbedingt zurück dahin nach der Elternzeit...

      Ja, kann sein das mir in diesem Fall nur ein Anwalt helfen kann. Beratungsgespräche sind kostenlos oder? Aber vielleicht kennt sich jemand von Euch mit dieser Situation aus?!
    • Nein, Beratungsgespräche sind nicht kostenlos. Kein Anwalt arbeitet kostenlos. Für Beratungen können die nehmen, was sie wollen, das fällt nicht unter die Gebührenordnung. Also am besten vorher anfragen, bin damit auch schon reingefallen.
    • Bei Rechtschutzversicherungen übernimmt die das natürlich, sofern man in diesem Bereich versichert ist. Da gibt es ja unzählige Versicherungsvarianten, so kann man einzelne Rechtsgebiete ausschließen, damit es billiger wird oder man hat von vornherein z.B. nur eine Verkehrsschutzversicherung. Da müsstest du nachschauen, was genau deine Versicherung umfasst.
    • 1uw6dxzz8v schrieb:

      Bei Rechtschutzversicherungen übernimmt die das natürlich, sofern man in diesem Bereich versichert ist. Da gibt es ja unzählige Versicherungsvarianten, so kann man einzelne Rechtsgebiete ausschließen, damit es billiger wird oder man hat von vornherein z.B. nur eine Verkehrsschutzversicherung. Da müsstest du nachschauen, was genau deine Versicherung umfasst.
      ...Arbeitsrecht ist meistens ausgeschlossen oder sehr teuer.
    • Hallo..
      habe von eine "Bekannten", dessen Bruder Anwalt für Arbeitsrecht ist, erfahren, dass mein Vertrag schon ab setzen der Unterschrift gilt und ich im Mutterschutz nie gekündigt werden kann. Also schon ab jetzt. Will mich natürlich nicht darauf verlassen. Warte deshalb noch eine Rückantwort ggf mit einem Paragraphen, der mir dies beweist im Falle eines Falles. Bin ja nicht schwanger, aber zumindest die Sicherheit zu haben, dass mir nichts "passiert", falls ich schwanger werden sollte.