Breifrei statt Babyfrei

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    • Breifrei statt Babyfrei

      An alle lieben Mamis und gerne an alle, die vielleicht vor dem gleichen Problem standen:

      In 08/2016 kam unsere kleine Martha mit PKU auf die Welt.
      Nichtsahnend was uns so bevorsteht werden wir unser bestes für sie geben.

      Als ich Schwanger war, habe ich mich mit Breifrei auseinander gesetzt und würde gerne wissen, ob hier jemand ist,
      der dem Säugling NICHT die Babyglääschen bzw den fertigen Brei gegeben hat, sondern etwas später gleich mit
      "richtiger Kost, unpürriert" das Leben den Geschmack verliehen hat.

      Ich möchte meiner Martha aus diversen Gründen keinen Brei geben, es gibt so viele "normale" Kinder, die auch Breifrei groß werden und ich
      frage mich, warum das hier nicht auch gehen sollte?!
      Da es anfangs ja kein richtiges Essen ist, von dem sie satt wird, sondern eher ein "lutschen" an Weintrauben, Möhren und Ähnlichem ist, ist
      die Milch (Beba + Pam) immer noch Hauptnahrungsmittel.
      Es ermöglicht ihr nur viele Geschmacksrichtungen, das Essen mit der Zunge wahrzunehmen und sich das in den Mund zu stecken, was sie gerade
      erkunden möchte.
      Mit ca. 12 Monaten sind "normale" Kinder reif für "normales Essen". Und ich denke, dass die Breifreikost (ab ca. 6. Monat bis 12 Monate) eine gute
      Basis für alle Geschmacksrichtungen gibt.
      Ich möchte, dass sie mit uns zusammen am Tisch sitzt und mitisst. Das Essen ein Gemeinschaftsaktion ist. :suppe:
      Wenn ich später ein Gericht koche, wird sie die Komponenten essen, die sie essen darf.
      Mir ist bewusst, dass sie nicht das gleiche Toast essen darf wie wir, aber sie soll die Möglichkeit haben, in der Breifrei-Zeit ihr Toast sich selbst
      zu nehmen und zu erkunden.

      Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn mir die ein oder andere Familie folgendes mitteilen könnte: :?:
      1. die Erfahrung von Babybrei: Wie waren dort die Blutwerte und wie sah so der (Al-)Tag mit dem Essen und ggf AS aus, wie die Phe-Mengen?
      2. die Erfahrung von Breifrei: Blutwerte, Abwiegen bzw zählen der Phe-Mengen pro Tag

      Ganz liebe Grüße aus Göttingen, eine schöne Vorweihnachtszeit und schöne Feiertage
      Martha, Hanna & Marcel
    • Hallo ihr!
      Unsere Leonora ist zwar ganz klassisch mit Brei ins Essen eingestiegen, aber ich denke, dass breifrei auch bei PKU kein riesiges Problem darstellen sollte. Am Anfang sind die Mengen, die ein Baby weglutscht, ja noch ziemlich klein, so dass man z. B. bei gedämpften Möhren auch auf das Berechnen verzichten könnte. Mit dem eiweißarmen Waffelbrot von Hammermühle oder den eiweißarmen Filinchen (ich glaube, die gibt es wieder) gibt es auch etwas zum Einspeicheln und auf dem Tisch verschmieren, was man beim Berechnen vernachlässigen kann. Für den Einstieg ins richtige Brot würde ich das Brot von Mevalia empfehlen, das ist schön weich.
      Leonora hat allerdings ihre AS ab einem gewissen Punkt in Apfelmus verrührt bekommen - da müsst ihr demensprechend mal mit eurer DA sprechen, wie ihr das macht. Mit steigendem Körpergewicht reichen irgendwann die Aminosäuren aus der Milche nicht mehr aus.
      Liebe Grüße aus dem schönen Bochum
      Annette