An alle PKU ler die über 40 Jahre alt sind

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    • ja richtig KEINE DIÄT gemacht.
      Habe so mit auch meine rechnung bekommen.
      Mein Sohn ist Geistigbehindert weil ich keine Diät gemacht habe.
      Wenn du noch Fragen hast kannst du ruhig Fragen.
      Hallo zusammen :huhu:

      ich bin neu ihr und kenne mich nicht aus.

      ich selber habe die milde Pku.

      Würde mich freuen, wenn wir uns aus tauschen können.

      :) :huhu:
    • ja das war mein erstes Kind.
      Hatt aber sehr schlechte Erfahrung im Krankenhaus gemacht.
      Mit einen ausländischen Arzt.
      Ist aber eine lange Geschichte.
      Du sag mal wegen dempku-rechner der nicht richtig geht bei mir.
      Kannst du mir sagen ob es noch einen anderen
      pku-rechner gibt.
      bitte.
      Hallo zusammen :huhu:

      ich bin neu ihr und kenne mich nicht aus.

      ich selber habe die milde Pku.

      Würde mich freuen, wenn wir uns aus tauschen können.

      :) :huhu:
    • für das windows phone gibt es keine andere PKU app. und die mevalia funktioniert da nicht bzw. gibt es da nicht. aber dazu solltest du am besten im APP-thema schauen. das gehört ja hier nicht hin ;)

      also ich musste echt schlucken, als du geschrieben hast, dass du KEINE diät in der SS geahlten hast. warum hast du keine diät gehalten? die ganze schwangerschaft über nicht?
      wie geht es denn deinem sohn? was macht er, was kann er, wie alt ist er?


      ich muss hier leider auch sagen, dass ich es sehr unverantwortlich finde, dass du KEINE diät eingehalten hast...
      Das Leben ist wundervoll.
      Es gibt Augenblicke,
      da möchte man sterben.
      Aber dann geschieht etwas Neues,
      und man glaubt,
      man sei im Himmel. ~Vivienne *22.07.2010~
    • Es ist eine lange Geschichte warum ich keine Diät gehalten habe.
      Das möchte ich nicht ihr schreiben.
      Wenn du möchtest können wir woanders schreiben.
      Und es ist auch sehr privat.
      Mein Shn geht es gut wenn man es sagen kann.
      Er ist gut aufgehoben und ich brauche keine Vorurteile
      die habe ich schon oft von anderen bekommen.
      Und ich selber mache mir jeden Tag welche.
      Ich bitte dich darum nicht noch weiter umherzuhacken.
      Wie ich es schon geschriebenhabe,
      Vorurteile und Vorwürfe brauche ich nicht.
      Hallo zusammen :huhu:

      ich bin neu ihr und kenne mich nicht aus.

      ich selber habe die milde Pku.

      Würde mich freuen, wenn wir uns aus tauschen können.

      :) :huhu:
    • Leute, mal ganz ruhig. Engelchen darf das unverantwortlich finden und verurteilen sollten wir Safra auch nicht, schließlich haben wir keine Ahnung, was vorgefallen ist. Ich habe selbst schon Berichte von Ärzten gehört über Frauen, die nicht wussten, dass sie in der Schwangerschaft Diät halten müssen. Früher wurde teilweise die Diät bei Kindern mit 6 !! Jahren eingestellt oder auch mit 12. Betroffene Patienten können sich teilweise nicht mal mehr genau erinnern, dass da mal was war mit dem Essen, geschweige denn, dass das mit Schwangerschaften zusammenhängt. Desweiteren war es vor 10... 15 Jahren auch nicht so einfach wie heute an Informationen zu kommen wie heute, wo alles gegoogelt wird, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Und schlussendlich ist eine Kindheit im Heim sicherlich auch nicht förderlich, wenn es keine Bezugsperson wie Eltern gibt, die sich um solche medizinischen Fakten kümmern, auch um Spätfolgen wie Schwangerschaften. Ich bezweifle nämlich, dass man das kleinen Mädchen in der Sprechstunde erzählt hat.
    • da hat sich einer meine Nachricht sehr gut durch gelesen,
      das finde ich echt gut.
      Und ja man hat dasmals das kleine Mädchen ganz alleine gelassen mit der Krankhei.
      Und ach wenn das kleine Mädchen zuhause wäre dann wäre Sie da auch nicht aufgeklärt weil
      die eigne Mutter sich vor das kleine Mädchen sich geäcklet hat.
      So hat jeder sein eignes Parket zu tragen der eine mehr der andere weniger.
      Na ich bin nicht nachtragend. :hello:
      Hallo zusammen :huhu:

      ich bin neu ihr und kenne mich nicht aus.

      ich selber habe die milde Pku.

      Würde mich freuen, wenn wir uns aus tauschen können.

      :) :huhu:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Safra ()

    • Hallo Zusammen,

      @Aylin: danke dass Du den Post hier eroeffnet hast. Ich finde es wirklich sehr interessant das alles zu lesen. Wie ihr ja wisst, habe ich keine PKU sondern meine Kinder. Auch wenn die Beiden noch klein sind mache ich mir natuerlich viele Gedanken um die Zukunft und wie die Beiden im Leben mal zurecht kommen werden.
      Da ich selbst keine PKU habe weiss ich natuerlich nicht wie das genau ist, aber vielleicht koennen mir die erwachsenen PKUler das beantworten: wieso ist es so schwer Diaet zu halten? Ich kann das nicht verstehen. Die Folgen sind doch erwiesen. Und wie Engelchen schreibt kann keiner wissen was das aktuelle Verhalten fuer Folgen nach sich zieht in 20 oder 30 Jahren. Ich persoenlich halte auch die Empfehlung von Werten bis zu 15 als absolut unverantwortlich. Ich weiss, dass diese Empfehlung nach wie vor von Aerzten gegeben wird. Hierueber wird aber sehr viel diskutiert und man ueberlegt schon lange, diese Grenze nach unten zu schieben weil sich die Auffaelligkeiten der aelteren PKU Patienten nun immer mehr haeufen. Unser Zielbereich ist zwischen 3-4 und das soll auch so bleiben. Fuer meine Tochter wird es sicherlich einfacher sein, ein Leben lang zwischen 3-4 bleiben als auf 10 hoch zu gehen und fuer eine Schwangerschaft dann wieder runter zu kommen. Ich weiss, dass es frueher nicht ansatzweise so viele tolle Lebensmittel gab wie heute, aber heute gibt es sie... Und zwar alles was man sich nur wuenschen kann.

      Ich koche jeden Tag frisch fuer meine Kinder, sehr ausgewogen mit Obst und Gemuese. Meine Kinder duerfen so viele Suessigkeiten haben wie sie wollen (gleich vorweg: sie essen von Haus aus beide schlecht, selbst Suessigkeiten). Ich backe am Wochenende immer etwas fuer meine Kinder, entweder Muffins oder einen Kuchen oder Waffeln oder oder oder. Im Sommer mache ich Eis selbst... etc. Alle Sachen die ich koche probiere ich vorher selbst und ich kann sagen, dass die Sachen verglichen mit unserem "normalem" Essen nicht schlechter schmecken. Ueberhaupt nicht.
      Ich kann auch die Nummer mit Fleisch & Fisch nicht verstehen. Liebe alle PKUler, ihr verpasst GAR NICHTS! Es gibt mittlerweile tollen veganen Kaese der auch sehr lecker schmeckt und wenig PHE hat. Es gibt einen Punkt, den ich gut nachvollziehen kann. Naemlich Baecker! Ich glaube der Baecker um die Ecke ist das groesste Uebel. Denn das stimmt wirklich, da gibt es absolut nichts fuer Euch was ihr guten Gewissens essen koennt... Aber auch da kann ich sagen, wenn man Brot und Semmel selber baeckt, dann verpasst man auch beim Baecker nichts!

      Ich bin sehr dankbar fuer Tipps, wie ich meine Kinder fuer die Zukunft staerken kann damit sie bei der Diaet bleiben und Freude am Essen haben!

      Liebe Gruesse,
      Katie
    • Ankabe schrieb:

      Da ich selbst keine PKU habe weiss ich natuerlich nicht wie das genau ist, aber vielleicht koennen mir die erwachsenen PKUler das beantworten: wieso ist es so schwer Diaet zu halten? Ich kann das nicht verstehen.
      Für mich ist es in erster Linie so schwer, weil ich eine reguläre Toleranz von nur 300-350 Phe habe (um Werte zwischen 2 und 4 zu erreichen). Für Eltern kleiner Kinder oder Babys mag sich diese Toleranz noch recht hoch anhören- als Erwachsener ist es leider alles andere als das. Zum satt werden bedeutet das nämlich fast ausschließlich Nudeln oder Reis. Kartoffeln wären da so gut wie garnicht drin- und wenn, dann höchstens mit einer sehr Phe armen Beilage (z.B. Möhren oder einem Gurkensalat). Selbst eine Portion Blumenkohl (200g) (nichtmal das Phe reichste Gemüse!) schlägt mit 154 Phe zu buche.
      Dasselbe gilt im Grunde auch für pku ler mit 400 oder 500 phe. Und das sind meines Wissens die meisten (klassische pku) Als erwachsener ist es einfach schwieriger mit solchen Toleranzen auszukommen.

      Ich habe 3 Kinder, also 3 Schwangerschaften durch, in denen ich (zumindest zu Beginn bzw in der Vorbereitungszeit) nur eine Toleranz von 300 Phe hatte. Es war hart- verdammt hart!
      Bei der PKU fallen so viele Dinge sowieso schon raus- erstmal relativ unabhängig von der Toleranz. Das ist auch nichtmal mein größtes Problem...aber wenn man dann für s Mittagessen (als Erwachsener) nur 150- max 200 Phe zur Verfügung hat, fehlt es einfach an Abwechslung. 100g Kartoffeln = 90 Phe. Mit 200g Kartoffeln ist die Portion ohnehin schon nicht üppig und dann?? Sind 180 Phe von 300 weg- ohne Beilage, ohne Salat, ohne Frühstück, Abendbrot oder evt auch einen (Obst-)Snack. Selbst mit Nudeln und Tomatensoße kommt man schnell bei 150 Phe an.
      Kartoffeln wären für mich also streng genommen schon purer Luxus. Pommes gingen eigentlich garnicht. Und da wären wir dann wieder bei Nudeln/Reis.
      Phe´s ansparen ist damit auch kaum möglich, denn viel weniger geht ja schon kaum bzw wäre die angesparte Phe Menge dann nicht so üppig, dass sich das am nächsten Tag so richtig lohnen würde- ein Teufelskreis...
      Zum Frühstück immer nur Marmelade, Schmalz oder eiweißfreien Käse? Auch da wünscht man sich doch mal ein bisschen mehr Abwechslung ;)
      Gönnt man sich dann aber morgens zum Frühstück schon etwas Schott Leberwurst oder Tartex Aufstrich wären die Nudeln am Mittag schon vorprogrammiert- egal ob man möchte oder nicht (wenn man denn satt werden möchte).
      Viele Dinge garnicht essen zu können ist die eine Sache...aber wenn man dann bei sowas "banalem" wie Kartoffeln, versch. Gemüse usw auch noch so dermaßen eingeschränkt ist, dass kaum noch etwas übrig bleibt, dann braucht es auch nicht viel, um den Schritt zu gehen und das Ganze zu lockern. Insofern zumindest, dass man eben keine Werte von 2-4 hat, sondern um die 10 oder auch bis 15. Das "schaffe" ich auch alleine mit Kartoffeln, div Aufstrichen wie Nutella usw, Gemüse und verschiedenen eiweißarmen Produkten in entsprechenden Kombinationen und Mengen (mit ca 800 Phe am Tag wäre ich ungefähr bei einem Wert von 10) die "wirklich verbotenen" Sachen sind da noch nichtmal bei...

      "Wir" wissen bei vielen Dingen um die (möglichen) Folgen- und machen sie trotzdem. Warum? Das ist eine sehr gute Frage...

      LG Sabrina
      mit den 3 Jungs *2007 ; *2010 und *2013

      Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert - Oscar Wilde-

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sabrina ()

    • Guten Morgen @Sabrina,

      vielen Dank fuer Deine ehrlichen Worte! Ich kann mir gut vorstellen, dass man als Erwachsener natuerlich an andere Grenzen stoesst als als Kind. Weil die Mengenverhaeltnisse natuerlich ganz anders sind. Aber auch wir mussten mit sehr wenig PHE auskommen bevor meine Tochter und mein Sohn Kuvan bekamen. Ich habe damals und auch jetzt viel Zeit damit verbracht zu rechnen und zu jonglieren. Auch wenn das verwunderlich klingen mag, aber ich habe einige sehr sehr gut schmeckende glutenfreie Lebensmittel die noch dazu wenig PHE haben. So haben wir zum Beispiel die glutenfreien Nudeln von Poensgen die richtig gut schmecken und nur 56 PHE pro 100gr haben. Dann haben wir einen glutenfreien Fruestueckstoast von ProCeli der hat 20 PHE fuer 2 Scheiben. Da kann man sich dann natuerlich mit dem Belag etwas spielen. Wobei es bei uns da auch weniger Nutella sondern eher Marmelade gibt. Als Reisersatz finde ich den Statt Reis von Loprofin ganz gut. Und klar, Kartoffeln gibt es bei uns natuerlich auch oefter mal. Und darauf zu verzichten koennte ich mir sicherlich auch nicht vorstellen. Aber es gibt doch bestimmt viele Erwachsene, auch mit klassicher PKU die um die 600-800 PHE vertragen und dabei Werte bis 5 mg/dl haben. Und wie Du sagst, mit 800 PHE kann man doch ganz gut auskommen oder?
      Wie machst Du das bei Dir in der Arbeit? Da wo ich arbeite haben wir eine Kantine ueber deren Geschmack sich sicherlich streiten laesst, aber die Auswahl ist recht gut. Wir haben zwei verschiedene Gemuesebeilagen und zwei verschiedene Saettigungsbeilagen. Also Reis, Spaetzle, Kartoffeln, Pommes ... etc. (die Hauptgaenge lass ich jetzt mal weg, weil die sind sicherlich nix fuer PKUler)
      Und wir haben eine grosse Salatbar. Ich bin sehr hoaklig wie man in Bayern sagt, das heisst mir schmecken ganz viele Sachen nicht. Deshalb esse ich jeden Tag eine kleine Schuessel Salat, eine kleine Schuessel Gemuese und eine kleine Schuessel Reis bzw Kartoffeln. Wenn ich mir das so anschaue, entspraeche das genau einem PKU Speiseplan.... nur das ich keine AS dazu nehmen muss.
      Mal was ganz anderes: ich bin bekennender Kaffeefanatiker und trinke 2 Latte Macchiato am Tag. Das ist in dieser Form natuerlich fuer meine Kinder nicht moeglich. Aber gibt es denn eine Ersatzmilch die man schaeumen kann? Ich habe es mal mit Reismilch versucht und da ging gar nix :angry:

      Liebe Gruesse,
      Katie
    • Meine Kinder sind beide schon erwachsen und hatte während der Pubertät auch so ihre Phasen, wo es ihnen sehr schwer fiel sich an alles zu halten......das ist auch normal - in der Pubertät rebellieren die Kinder gegen alles, was sie stark einschränkt und ihre Ernährung empfinden sie dann eben als Einschränkung und die Kontrolle der Eltern sowieso. Also schlagen sie meist für eine Weile über die Strenge - der eine mehr, der andere weniger. Ist diese Phase vorbei, so müssen sie ihren eigenen individuellen Weg finden mit der PKU und Diät. Zwar sind dank regelmässiger Einstellungen auf Usedom beide mit einer recht hohen Toleranz ausgestattet, aber auch das reicht manchmal nicht oderr man ist durch Ausbildung, Studium so im Stress, dass es ihnen einfach zu mühselig ist. Sie haben zur Zeit einen Weg gefunden, im Kopf in etwa zu überschlagen was sie zu sich nehmen plus dreimal am Tag die Aminos zu nehmen......solange die Werte dabei unter 15 liegen ist es ok, steigen sie drüber wird wieder für einige Tage gerechnet. Aber sie sind halt beide noch recht jung - 18 und 21 und ich denke es können auch immer mal wieder Momente kommen, wo sie sich wieder schwerer tun, besonders mein Sohn der einige Zusatzerkrankungen hat. Aber auch das gehört halt dann zum erwachsen werden dazu: Ausbildung, von zu Hause ausziehen und seinen Weg finden, wie man das ohne elterliche Hilfe gut auf die Reihe bekommt. ^^
    • Ankabe schrieb:

      Wie machst Du das bei Dir in der Arbeit?
      Das ist in meinem Fall etwas speziell, ich habe den (für PKU) "komplett falschen" Beruf...
      Ich bin gelernte Fachverkäuferin im Nahrungsmittelhandwerk- Fleischerei :whistling:

      Zur Zeit bin ich allerdings (noch) im Erziehungsurlaub- da hab ich es also schon einfacher als jemand der arbeiten geht (egal in welchem Beruf) und sein Essen mitnehmen/organisieren muss ;)

      LG Sabrina
      mit den 3 Jungs *2007 ; *2010 und *2013

      Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert - Oscar Wilde-
    • Ankabe schrieb:

      Da ich selbst keine PKU habe weiss ich natuerlich nicht wie das genau ist, aber vielleicht koennen mir die erwachsenen PKUler das beantworten: wieso ist es so schwer Diaet zu halten? Ich kann das nicht verstehen. Die Folgen sind doch erwiesen.
      Hallo Ankabe,
      es gibt sicher viele verschiedene Gründe, die bei den PKU-Betroffenen (ich bin eine davon) in unterschiedlicher Gewichtung zusammenspielen, warum sie die Diät teilweise nicht machen. Hoher Aufwand, Wunsch nach Abwechslung beim Essen, Wunsch nach "unkompliziertem Lebensstil" (auswärts essen, unterwegs schnell was kaufen), "dazugehören" (zur Gruppe gesunder Freunde/ Bekannter), "Rebellion" (gegen die "Ungerechtigkeit", dass man's hat), Verleugnung, Kosten ...vielleicht noch ganz andere, die mir gerade nicht einfallen. Das kann auch wechseln.
      Ich habe über längere Zeit meine Diät nicht richtig gemacht, vor allem während des Studiums, und rückblickend kann ich sagen: Es geht sehr schnell und leicht, sich an ein "normales" Essen zu gewöhnen und das Dauer-schlechte-Gewissen zwar zu spüren, aber nicht dementsprechend zu handeln. Ich habe mal mit suchtkranken Patienten gearbeitet und da tatsächlich Parallelen zu meinem Essverhalten gesehen: Natürlich weiß man vom Kopf her, dass es schädlich ist, was man tut. Die langfristigen Folgen von "falschem Essen" sind negativ, eventuell gravierend. Dennoch spürt man eben kurzfristig, wenn man dann etwas "Verbotenes" isst, nichts Negatives. Man kann vielleicht den "echten" Latte Macchiato mit der Freundin im Kaffee genießen, das fluffige Baguette in den Ofenkäse tunken, einfach eine Pizza bestellen, wenn gerade nichts zu Essen da ist... Es hat kurzfristig etwas sehr "Belohnendes", vielleicht auch zum Teil, weil diese verbotenen Lebensmittel für jemanden mit PKU einen noch zusätzlichen Wert haben neben dem leckeren Geschmack, weil es eben immer sowas Besonderes war, das man nicht "durfte". Es ist ja so, dass der Mensch dazu neigt, sein Verhalten nach kurzfristigen Konsequenzen auszurichten. Diese haben emotional mehr Gewicht für uns. Die langfristige Konsequenzen "fühlt" man nicht so stark und muss sie sich eben immer wieder vom Kopf her sagen und sich immer wieder aktiv dafür entscheiden, sich danach zu richten und nicht nach dem kurzfristig angenehmen Weg.
      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es, wenn man es sich einige Male "erlaubt" hat, die langfristigen Folgen auszublenden (wie im Übrigen ja Menschen, die z.B. rauchen, viel Alkohol trinken oder sich sehr ungesund ernähren es ja auch tun), sehr schwer ist, wieder den Vernunft-Weg einzuschlagen und auf das kurzfristig (!) gute Gefühl, wenn man sich was "Besonderes" gönnt, zu verzichten. Und auch die kurzfristig negativen Konsequenzen der PKU-Ernährung (immer vorbereitet sein, was mitnehmen, rechnen, wiegen) hinzunehmen, alles für das "Langfristige", das man eben nicht fühlt, heute und hier. Es reißt sehr schnell ein. Ich glaube, dass es (für mich zumindest) die einzige Möglichkeit ist, die Diät langfristig zu machen, indem ich komplett auf Ausnahmen (der oben genannten Art) verzichte und so gar nicht in Erwägung ziehe, "normale Sachen" zu essen. (Milch, Käse, Wurst, Pizza etc. ...). Man merkt es einfach nicht direkt nach dem Essen, dass das jetzt was Schlechtes war. Also sicher weiß es der Kopf, aber man fühlt nichts.
      Wenn man jemandem, der vielleicht sehr viele Süßigkeiten und Fast Food isst (ohne PKU jetzt) sagt, lass es, es hat doch diese und jene schlimmen Folgen, wird derjenige es ja auch nicht einfach lassen können, nur weil es ihm vom Kopf her klar ist, dass es besser wäre. Man muss es zu seinem eigenen Ziel machen, dass man sich gesund ernährt und sich immer wieder klar machen, warum man das tut und warum es sich lohnt. Und Versuchungen möglichst umgehen. Ich glaube, es liegt in der Natur der Sache, dass viele PKUler in der Pubertät wenig Bock haben, sich weiter mit der Diät und der PKU zu identifizieren und dass es dann schnell passieren kann, dass die Ausnahmen zur Regel werden. Es fühlt sich eben schön an, alles normal mitzumachen (z.B.). Die möglichen schlimmen Langzeitfolgen lassen sich leicht beiseite schieben.
      Ich habe bei PKU-Treffen andere Betroffene getroffen, die eigentlich nie ihre Diät "unterbrochen" haben (ganz komplett habe ich das auch nicht gemacht, aber schon eben sehr gelockert). Ich finde das bewundernswert und überhaupt nicht selbstverständlich, dass man das schafft. Wir alle handeln ja meistens danach, wie sich etwas anfühlt. Menschen treffen ihre (alltäglichen, kleinen) Entscheidungen normalerweise nicht rational, sondern ziemlich automatisch, nach Gewohnheit, aus dem Bauch raus. Als PKUler muss man aber bei der Entscheidung "Was esse ich?" sehr oft sehr vernünftig-rational sein, mehrfach jeden Tag.
      Hilfreich ist bei diesem Dilemma für mich, wenn ich es sozusagen gar nicht in Frage kommen lasse, "normale" Lebensmittel zu essen und Versuchungen möglichst nicht mehr entstehen lasse. Also zum Beispiel GAR NICHT darüber nachzudenken, ob ich mir einen Kaffee (mit Milch) im Café bestelle. Café mit Freundin MUSS heißen: Saft/ Limo/ ... bestellen. Zur Party gehen MUSS heißen: vorher satt essen. Wegfahren MUSS heißen: Essen einpacken. Das ist gerade ein Weg für mich, da wieder reinzukommen und, die gute Nachricht: besser spät als nie, auch das Wieder-Reinkommen funktioniert ;)
      Oh Gott, kleiner Wortschwall, aber das ist gerade echt mein Thema... :D ^^
      Du kannst die Wellen nicht aufhalten, aber Du kannst lernen zu surfen
      - Jon Kabat-Zinn -
    • Guten Morgen @froquelise,

      vielen lieben Dank fuer Deinen Wortschwall :thumbsup:
      Das ist auch genau mein Thema, und ich freue mich sehr wenn jemand so ehrlich und selbstreflektiert antwortet wie Du! Wie auch schon Sabrina geschrieben hat, ist es glaube ich um einiges schwerer bei der Diaet zu bleiben wenn man nur eine geringere Toleranz zur Verfuegung hat als wenn man aus einer groesseren Auswahl an Lebensmitteln waehlen kann. Ich selbst gehe immer von mir aus und ich bin wie man in Bayern sagt sehr 'hoaklig' das heisst uebersetzt, dass ich sehr waehlerisch bin beim Essen und mir einige Dinge nicht schmecken. Wenn wir essen gehen, esse ich oft das Gleiche weil mir nichts anderes schmeckt. Und so sehe ich das fuer die PKU auch. Es gibt in jedem Restaurant etwas, dass man mit PKU ganz gut essen kann. Sicherlich nicht so phearm wie es ideal waere. Aber ein Kompromiss eben. Im Cafe koenntest Du Dir z.B. einen Americano bestellen. Oder selbst ein Latte mit Sojamilch ist besser als ein Latte mit normaler Milch. Und Sojamilch muss ich sagen ist selbst bei unserem Mini-Bauernbaecker mittlerweile angekommen. In der Pizzaria eine vegetarische Pizza ohne Kaese zu essen ist doch phe technisch gar kein Problem. Der Boden ist bei echten italienischen Pizza's so duenn und der Belag hat so gut wie keine Phe. Bei McDonald's kann man sich bei den Mc Salaten austoben, eine Apfeltasche essen oder bei den Pommes bleiben. In sonstigen Restaurants kann man Bratkartoffeln mit Salat essen oder Kartoffel Knoedel mit Bratensosse essen. Beim Chinesen nebenan ist es noch viel einfacher, weil man einfach Reis mit Gemuese essen kann.
      Ganz ehrlich, das alles reicht mir. Und ich habe kein PKU. Ich kann nur nochmal sagen, man verpasst wirklich ueberhaupt nichts!
      Ich kann den Reiz des Verbotenen gut nachvollziehen, auch was Du ueber das Belohnungssystem schreibst kann ich gut verstehen. Aber eine Belohnung bleibt es doch nur, wenn man es nicht regelmaessig macht sondern nur ab und an. Ich bin vom Typ her genauso wie Du, ich finde es auch leichter auf etwas ganz zu verzichten als nur ein bisschen was davon zu haben. Dieses Dilemma haben wir im Moment mit den Kindern. Fuer ihr Alter haben sie eine sehr hohe Toleranz, die wir oft nicht ausschoepfen koennen. Aber ich moechte keine Lebensmittel auf ihren Speiseplan nehmen, die sie zwar jetzt essen koennen, aber spaeter eben nicht mehr. Wir 'mussten' ja bereits Joghurt auf ihren Speiseplan nehmen, und ich weiss bis heute nicht ob das die Richtige Entscheidung war. Ich versuche einfach die Auswahl, die Kombination der Lebensmittel und auch der suessen Sachen so attraktiv wie moeglich zu gestalten damit die Kinder nicht das Gefuehl bekommen, dass ihnen etwas fehlt. Fleisch und Fisch wird nie moeglich sein, aber ich hoffe, dass ihnen das auch gar nicht schmecken wuerde. Denn wenn man Fleisch und Fisch nicht kennt kann man es doch auch nicht vermissen oder? Wie hoch ist denn Deine Toleranz und welche Werte strebst Du an?

      Viele liebe Gruesse und danke fuer den guten Austausch,
      Katie