Familien-Reha oder wie kann mein Mann mit nach Usedom??

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    • Familien-Reha oder wie kann mein Mann mit nach Usedom??

      Hallo zusammen,
      hat hier vielleicht irgendjemand eine Ahnung wie man als ganze Familie nach Usedom fahren kann? Hat das schon mal jemand von Euch ausprobiert/genehmigt bekommen??

      Bei uns sieht es so aus das unser großer PKU hat und unsere beiden kleinen nicht. Das Alter liegt bei fast 4, gefolgt von 1,5 und 5Wochen. Nächstes Jahr möchte ich gerne wieder nach Usedom fahren aber dieses mal mit meinem Männe. Er kann mich dann unterstützen und lernt auch noch was dazu, so wie ich letztes Jahr.

      Also, hat einer von Euch Erfahrungen damit und kann mir weiter helfen??

      Gruß - Anangu
    • @Anangu: Es ist sehr schwierig eine Familien-Reha durchzubekommen, das solltest Du Dir ganz genau überlegen. Wenn Du als Mutter auch "Nicht-PKU-Kinder" als Begleitkinder mitnimmst, das ist kein Problem, aber auch noch den Mann mitzubekommen, das wird eigentlich nur gewährt, wenn Du ohne seine Unterstützung nicht klar kommen kannst. Bei schwerer behinderten Kindern, z.B. MPS, da habe ich es auf Usedom schon öfter erlebt, dass ganze Familien dort waren, aber bei PKU ehrlich gesagt noch nie.

      Was man versuchen kann ist, dass Dein Mann zeitgleich eine Kur für sich beantragt und ihr versucht durchzubekommen, dass er dann dort seine Kur bekommt. Oder eben, dass Du eine Kur für Dich beantragst zeitgleich, weil dann ja logisch ist, dass Du als Betreuungsperson ausfällst und somit Dein Mann mitmuss. Aber dann hat natürlich derjenige, der die Kur erhält auch Anwendungen und steht nicht komplett zur Verfügung. Eine Überlegung wäre auch, für Dich und das Begleitkind eine Mutter-Kind-Kur zu beantragen und für Deinen Mann und euer PKU-Kind eine Reha, dann mit Usedom abzusprechen, dass Du Verlängerung haben willst, damit ihr alle vier Wochen da seid. Das wäre vielleicht auch noch eine Überlegung wert. Es mag auch Fälle geben, wo es mit der Familienreha geklappt hat, aber ich würde an Deiner Stelle mal auf Usedom anrufen, Dich mit Frau Domscheit verbinden lassen und die fragen, welche Kombi die Familien angewandt haben, damit sie alle zusammen fahren konnte. Ich vermute mal, dass es dann immer noch kein Spaziergang wird das durchzubekommen.


      Lieben Gruss Andrea

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von shaneira ()

    • Wir waren vor 2 Jahren auch als Familie da. Der Vorschlag es zu versuchen kam von unserer Uni. Die meinten zwar gleich, dass das wahrscheinlich abgelehnt wird, aber ein Versuch ist es Wert. Und es hat funktioniert!
      Ich habe mit Ole eine Reha beantrag. Ole Patient, ich Begleitperson. Mein Mann hat eine eigene REHA beantragt. Gründe waren grob folgende:
      -Psychische Belastung auf Grund Ole's Erkrankung. Jeder von uns hat mal so seine Tage, an denen er sich Gedanken über die Zukunft macht (=Zukunftsängste). Man muss das natürlich etwas extremer darstellen, als es i.d.R. ist. Dafür musste er u.a. auch zum Psychologen (das fand mein Mann nicht so toll)... aber für uns beide war damals wichtig, uns mit der PKU auseinander zu setzten (Ole war 14 Monate bei unserer REHA, also wir noch ganz "neu" in Sachen PKU).
      -ich gehe wenn Ole 2 Jahre ist wieder Arbeiten und wir beide teilen uns dann die Erziehung/PKU von Ole. Also muss auch mein Mann in Sachen PKU-Diät fit und geschult sein. Wenn alles an mir hängen bleibt, dann bin ich auch bald reif für die ...
      -er hat schon lange Probleme mit seinem Bein (hatte mal einen Unfall), und befindet sich ständigt in pysiotherapeutischer Behandlung. Wir haben vorab mit seinem Arzt abgeklärt, ob die notwendigen Therapien auf Usedom möglich sind. War absolut kein Problem! Er hatte ca. 3 Anwendungen für's Bein in der Woche (immer ca 30-45 Minuten), ansonsten haben wir gemeinsam an den PKU bezogenen Therapien teilgenommen.

      Wir hatten echt Glück, dass das alles so durch gegangen ist. Mein Mann hatte sogar vor uns seine Zusage! Wir haben schon befürchtet, dass wir die Absage bekommen, und er alleine fahren muss...

      In diesem Jahr lief dagegen alles anders. Seit Dezember sind wir bei der Beantragung. Verweis von der KK an die RV. RV lehnt ab, Widerspruch. Telefonisch habe ich nun erfahren, dass auch der Widerspruch abgelenht wird. Nun warten wir seit einer Woche auf den schriftlichen bescheid (seit 7 Monaten läuft das schon!!!!!!!). Mein Mann hatte allerdings noch keinen Antrag gestellt. Wir hatten dieses mal überlegt, das einer von uns auf eingene Kosten mit kommen (sind bei 4 Wochen ca. 1250€ bei Unterbringung+Verpflegung in einem Familienzimmer). Dafür wäre unser Sommerurlaub weggefallen. Nun bleibt uns wohl nur noch die Klage, oder wir lassen es. Da Ole Anfang Dezember großer Bruder wird, möchte ich nicht später als Durchgang 09 (18.08.-14.09.) fahren. Danach bin ich zu "schwanger", um die REHA mit Ole voll auszunutzen. Klagen würde bedeuten 1-1,5 Jahre Stress. Dass brauch ich zur Zeit wirklich nicht. Also haben wir uns dazu entschlossen, in 1-2 Jahren erneut einen Antrag zu stellen. Dann sind auch die gesetztlichen 4 Jahre rum, und Ole steht wieder eine REHA-Maßnahme zu.

      Also wie du siehst, kann man Glück haben. Aber genauso kann es voll in die Hose gehen. Aber versuchen würde ich es an eurer Stelle auf jeden Fall!!!

      Mutter-Kind-Kur und eine REHA zu beantragen ist zwar auch eine Idee, aber dann muss man auch erst einmal in die gleiche Klinik kommen! Laut §9SGB IX ist den berechtigten Wünschen des Leistungsberechtigten zu entsprechen, außerdem hat er das Recht, in eine Klinik aufgenommen zu werden, die keinen Vertrag mit dem Leistungs-/Rehabilitationsträger hat. Trotzdem versuchen die einen immer in eine Vertragsklinik zu stecken. Und Mutter-Kind-Kliniken gibt es wie Sand am Meer. Da muss man es erst einmal schaffen, dass man auch die Zustimmung für Kölpinsee bekommt!

      LG Anke

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kleiner Chef ()

    • Ich habe letztes Jahr an einer Mutter-Kind teilgenommen und habe auch versucht nach Usedom zu kommen, damit Robin ohne größere komplikationen mitfahren kann.
      Hat leider nicht funktioniert, mit der Bergründung, die Kur sei ja nicht für Robin, sondern für mich.
      Ich habe natürlich trotzdem alles versucht, Einspruch, Erklärungen, Brief von der Uniklinik das es für mich ja wesentlich sinnvoller wäre dort hin zu fahren, damit ich auch die möglichkeit habe wirklich einmal zur Ruhe zu kommen etc., hat aber leider alles nichts gebracht und ich landete dann in einem normalen Mutter-Kind-Kurhaus.
      Also kann ich nur sagen, das ist sehr schwierig es so hin zu bekommen. ;(
      liebe grüße
      mel

      Lernen ist wie Rudern gegen den Strom, wenn du damit aufhörst treibst du zurück...

      Beitrag von isabel86 ()

      Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.
    • Nein, alle vier Jahre! Weiss ich so genau, weil ich mich da mal bei meiner Schwester erkundigt habe und die ist Krankenkassenfachwirtin und arbeitet genau in dem Bereich.

      Lieben Gruss Andrea