Für Eltern und alle die es werden wollen...

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    • Für Eltern und alle die es werden wollen...

      Auf ein Neues:
      Hallo, ich wollte euch die Geschichte nicht vorenthalten...
      Vielleicht eine kleine Anregung mal nachzudenken...
      Viel Spass!

      LG Delphi

      Das Menschenkind

      Es war einmal ein kleines Menschenkind, das lebte zufrieden mit sich und der Welt zu Anbeginn seiner Zeit.
      Ringsumher war Frieden und Geborgenheit und die Welt war in Ordnung.
      Alles war seit ewigen Zeiten wie es war.

      Aber es kam eine Zeit, da wurde es von einer großen Unruhe erfasst, eine stürmische Woge führte es durch Zeit und Raum. Das kleine Menschenkind war in Sorge.
      Es kam auf die Welt und kannte sie nicht. So kam es zu seinen Eltern.
      Es bot sich ihnen an und bat sie:“ Helft mir und zeigt mir den Weg in dieses Leben.“
      Die Eltern nahmen es an ihr Herz und umsorgten und liebten es sehr.

      Die Eltern liebten ihr Kind und gaben ihm Speis und Trank. Und weil es ihr höchstes Glück war gaben sie ihm Geschenke und erfüllten seine Wünsche.
      Von Sonnenaufgang bis Monduntergang hegten und pflegten sie es und hielten es wie einen König.

      In ihrer Einfalt gaben sie ihm aber auch Speise, wenn es ängstlich war. Säugten es, wenn es Schlaf suchte. Wiegten es, wenn es Ruhe brauchte und zeigten ihm freundlich die Welt, wenn es schon genug gesehen hatte.
      Sie redeten und fragten es, aber es wusste noch nichts.

      Vater und Mutter taten alles und das Menschenkind wurde einsam.
      So weinte es vor Kummer und bekam Geschenke.
      Darauf wuchs der Zorn in ihm, es schrie lauter-
      Und es bekam Speisen und Getränke.
      Da bekam das Kind Angst und wurde traurig.
      Es war mit Hoffnung und Vertrauen auf die Welt gekommen und fand den Pfad nicht mehr.
      Es verzweifelte und wurde beschwichtigt.

      Zu der Zeit wandelten viele Menschen auf der Erde, die es ähnlich machten.
      Die besorgten Eltern schauten, was andere taten und taten es ebenso.
      Sie fanden alle den Pfad nicht mehr und die Kinder waren einsam.

      Zu jener Zeit gingen aber auch weise Menschen über das Land und schauten,
      und das Weh der Kinder jammerte sie sehr.
      Sie sprachen zu den Eltern von den Ordnungen der Liebe und des Lebens, und lehrten sie.

      Die Menschen schnatterten aufgeregt, wenn sie es nicht glaubten und wurden nachdenklich und still, wenn sie es in ihr Herz aufnahmen.

      Und die Weisen sprachen:
      „Gebt euren Kindern Speis, wenn sie hungrig sind.
      Gebt ihnen Trank, wenn es sie dürstet.
      Gebt ihnen Wärme, wenn es sie friert.
      Gebt ihnen Halt, wenn sie ihn suchen.
      Gebt ihnen Grenzen, zu ihrer Sicherheit.

      Aber:
      Gebt ihnen auch Krisen, damit sie wachsen und lernen können.
      Und räumt ihnen nicht die Steine aus dem Weg.
      Gebt ihnen Entbehrungen, damit sie stark im Willen werden.
      Gebt ihnen Streit, damit sie das Kämpfen lernen.

      Gebt ihnen Rhythmus, dass die Ordnungen des Kosmos erlernen.
      Gebt ihnen Muße, damit sie kreativ werden.
      Gebt ihnen Konsequenz, dass sie sich geborgen fühlen.
      und gebt ihnen Autorität, damit sie auch eure Liebe spüren können.“

      So sprachen Sie und die Kinder fühlten ihre Liebe strömen.

      Viele Eltern aber hörten nicht. Sie plapperten und zogen weiter und kauften ihren Kindern Kleidung und Sachen.
      Und das Weh der Kinder scholl durch Zeit und Raum.

      Das Menschenkind aber fand fortan Geborgenheit.
      Vater und Mutter speisten es, wenn es hungerte, säugten es, wenn es dürstete, wärmten es, wenn es fror. Sie fragten nicht, sie handelten nun.

      Und kamen die Krisen so halfen sie ihm.
      Kamen Entbehrungen, so stärkten sie es.
      Kam der Streit, so kämpften sie.
      Dann nahmen Vater und Mutter das kleine Menschenkind an ihr Herz und wiegten es.
      Kampf und Zorn schwollen an wie ein Orkan und die Eltern hielten das Kind.
      Das Gewitter tobte und wich einem sanften Hauch und die Liebe zog ein in die Herzen.
      Das Kind lag in den Armen und lächelte, es hatte den Pfad wieder gefunden.

      Es dankte seinen Eltern.
      So lernte es das Menschsein bei ihnen.

      Es lernte:
      LIEBE und HASS
      ANGST und FREUDE,
      WUT und TRAUER.
      Nun bekam es Geborgenheit statt Geschenke.

      Das Menschenkind wuchs heran.
      Die Eltern geleiteten es durch die Welt von heute und stärkten es für seine Welt von morgen.

      Sie hatten den Weg gefunden.