Das Enzym spritzen lassen PEG-PAL

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    • Das Enzym spritzen lassen PEG-PAL

      Hallo,

      habe gehört das in Florida Versuche durchgeführt werden, das Enzym zu spritzen. Kann dazu jemand was sagen? Wie heißt das neue Verfahren?

      habe hier ein Beitrag dazu gefunden im Forum.... medikament gegen PKU in USA aber der ist ja von 2008 also auch schon älter, daher würde mich echt mal interessieren was der Stand der dinge ist.
    • Hallo,
      bei dem Verfahren handelt es sich um PEG-PAL. Es ist das gleiche "Medikament" wie in dem Beitrag von 2008 erwähnt, nur mit dem Unterschied, dass man nun in Phase II der klinischen Erprobung ist. Dies bedeutet, dass man nicht mehr an Mäusen testet, sondern an Menschen (in diesem Falle an PKU-Erkrankten). Man hat in dieser Studie wohl 23 Probanden gehabt und teilweise wirklich signifikante Senkungen des Phe-Spiegels erreichen können. Das Problem sind nun wohl aber vor allem noch auftretende Hautprobleme, die eine unerwünschte Nebenwirkung darstellen.

      Unter nachfolgendem Link gibt es eine Zusammenfassung von bereits erhaltenen Ergebnissen (Stand August 2010):

      news-medical.net/news/20100803…-for-phenylketonuria.aspx

      Ich hoffe, ich konnte Dir ein bisschen weiter helfen.

      Viele Grüße
      Manuela
    • Oh ja danke für die Info. :)


      Habs noch mal ein gestellt den Artikel ;)

      BioMarin provides update on PEG-PAL Phase 2 clinical study for Phenylketonuria
      Published on August 3, 2010 at 1:20 AM · No Comments

      BioMarin Pharmaceutical Inc. (Nasdaq: BMRN) announced today an update in the Phase 2 clinical study of PEG-PAL (PEGylated recombinant phenylalanine ammonia lyase) for the treatment of Phenylketonuria (PKU). Data reported in this announcement reflect preliminary results as of July 23, 2010. Complete top-line results are expected in the fourth quarter of 2010.

      Key highlights of the study:

      23 adult patients have been enrolled in the study, and patients have been followed for a median of 111 days. The first enrolled patients have been in the study for over 300 days.
      Seven patients have received at least 1 mg/kg/week for at least four weeks in several different dosing frequencies (up to three times per week). Of these, six have had Phe levels below 600 umol/L for at least three weeks and in some cases, up to three months. Their baseline Phe levels were reduced from a median of 1,293 umol/L to a median of 527 umol/L, representing an approximate 60% reduction in blood Phe. Two patients have had blood Phe levels documented below 5 umol/L, and their physicians have substantially liberalized their diet.
      An additional 16 patients have been treated with lower doses at shorter periods of time and are continuing to have their doses escalated according to the protocol. Importantly, several patients escalating to higher doses are also beginning to have their Phe levels trend down.
      Three patients have chosen not to continue in the ongoing program for personal reasons, though one patient also had generalized skin reaction at the time of discontinuation.
      Injection site reaction is the most common treatment emergent adverse event, occurring in 43% of patients. Injection site reactions are generally mild to moderate, self-limited and unaccompanied by other sequelae. Other less common adverse events are also mild to moderate, self limited and do not interfere with continuation in the study.
      Three other patients have had generalized skin reaction during the study, all self-limited and managed with medical therapy and transient dose reduction. All patients have experienced Phe levels lower than pre-treatment baseline levels after the rashes resolved.
      Antibody and PK analyses are underway.
      Dose and schedule optimization, as well as enrollment of additional cohorts of patients, are ongoing. Additionally, liberalization of diet will be further studied.

      "Based on my positive experiences to date, I am optimistic that PEG-PAL can improve phenylalanine levels in patients with PKU with an acceptable safety profile," stated Dr. Nicola Longo, Professor of Pediatrics and Adjunct Professor of Pathology at the University of Utah and Clinical Investigator in the PEG-PAL Phase 2 trial. "There remains an unmet need in PKU for patients who are unable to control their phenylalanine levels with diet or Kuvan and hopefully, PEG-PAL can offer another treatment option to these patients."

      "We are very encouraged by these preliminary findings, especially given the safety concerns as we entered the Phase 2 trial," said Hank Fuchs, M.D., Chief Medical Officer of BioMarin. "Assuming the continuation of positive safety and efficacy trends in this ongoing study, we believe these data could support advancement to a Phase 3 trial at the end of 2011 with blood Phe level reductions as a primary endpoint for product registration. Getting to this stage has involved a tremendous amount of work by both the BioMarin team and our various collaborators. As with any program, we developed and tested many candidates before settling on PEG-PAL. Among the collaborators that helped us in this process we would like to particularly thank the Stevens laboratory at The Scripps Research Institute, Scriver laboratory at McGill University, and the local and national PKU communities."

      The Phase 2 clinical trial is an open-label, multi-center study to be conducted in a series of dose-escalating cohorts from 0.001 mg/kg. The primary treatment period of eight once weekly injections at a fixed dose will be followed by dose and frequency optimization and an extension period where doses can be increased up to 2.0 mg/kg/week.

      The primary objective is to evaluate the effect of PEG-PAL on blood Phe concentrations in subjects with PKU. The secondary objectives are to evaluate the safety and tolerability, immune response and steady state pharmacokinetics of subcutaneous injections of multiple dose levels of PEG-PAL.

      SOURCE BioMarin Pharmaceutical Inc.
    • Hallo,
      ich bin letztens auch wieder auf PEG-Pal gestoßen und hab das mal gegoogelt. Inzwischen ist die Phase 2 erfolgreich abgeschlossen und die finale dritte Phase läuft seit Juni 2013. Inzwischen geht es in die heiße Phase: Ende 2014 sollen die Studien abgeschlossen werden. Die Ergebnisse sollen im ersten Quartal 2015 vorliegen und dann soll auch der Antrag auf Zulassung gestellt werden.
      Bis jetzt scheint alles wunderbar zu laufen :thumbsup:

      Hier sind Berichte dazu:
      investors.bmrn.com/releasedetail.cfm?ReleaseID=769256
      raredr.com/articles/Biomarin-Plans-To-Have-Very-Good-2014

      Und hier ist ein Blogeintrag von einer Probandin aus der Studie:
      jennpku.wordpress.com/2014/03/06/what-the-heck-is-peg-pal/
      Ich finde, der Block gibt einen guten Eindruck wie es mit dem Mittel funktioniert.

      Viele Grüße,
      Marco
    • habe deine drei Artikel mal gespeichert und meinem Beitrag angehängt ... man weiß nie wie lang die im Internet sind bis sie nicht mehr zu finden sind :P

      Es klingt wirklich alles sehr vielversprechend. Aber leider dauert es noch bis zur Markteinführung. Aber man kann nur hoffen, das es bald auch mal ein Test in Deutschland geben wird.
      Dateien
    • Klingt gut - aber ja, bin auch etwas kritisch, weil ich mir denke, egal wie lange die Studie gemacht wurde, wenn wir es dann evtl. über Jahrzehnte täglich spritzen, können ja vielleicht doch irgendwelche Nebenwirkungen auftreten. Ich denke da immer, wir wären dann zwar auf der einen Seite gesegnet, dass wir es ausprobieren und unsere Diät lockern können, aber auf der anderen Seite auch ein Stück weit Versuchskaninchen :-O Wie denkt ihr darüber?

      LG,
      Katie
    • Ich finde es eine tolle Sache. Irgendwann wird das die Behandlung enorm erleichtern und vielen Menschen ein normales Essen ermöglichen. Es gibt immer wieder Kinder, die Behinderungen zurück behalten, weil die Eltern mit der Diät überfordert sind oder die nötige Disziplin fehlt. So etwas könnte verhindert werden. Aber bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg. Wenn man mal in die Kommentare zum Blogeintrag schaut, gibt es teilweise noch enorme Nebenwirkungen. Die müssens nicht zwangsläufig vom Enzym herrühren. Ein Medikament enthält ja auch Trägerstoffe, Konservierungsmittel etc. Das wird ja im Moment alles erst ausgeprobt und zusammengestellt. Daher würde ich es momentan auf keinen Fall meinem Kind geben. Ein Kind kann die Folgen nicht abschätzen. Natürlich muss es Leute geben, die den Anfang machen und sich für die Erkenntnisse, die gewonnen werden können, opfern. Aber nicht ohne Grund ist diese aktuelle Studie ausschließlich mit Erwachsenen gemacht. Es werden noch viele Jahre vergehen, bis das mal an ein Kind rangelassen wird. Wie es mit Nebenwirkungen und Spätfolgen aussieht, kann man natürlich erst in ein paar Jahrzehnten sagen, ähnlich wie bei Kuvan. Aber ich kann mir vorstellen, dass - wenn das künstliche Enzym erstmal ausgereift ist - es eine bessere Variante für den Körper ist als Kuvan. Mit Kuvan nimmt man praktisch permanent ein Aufputschmittel für das Enzym zu sich. Wer weiß, wie das die Leber nach ein paar Jahren/Jahrzehnten findet. Währenddessen ist das künstliche Enzym etwas, was nicht auf den Körper wirkt, sondern auf die aufgenommene Nahrung.

      Eventuelle Nebenwirkungen sind für einige PKUler wahrscheinlich weniger wichtig, als die Diät aufgeben zu können. Wir haben im Forum ja schon einige Berichte von Leuten gehört, die gesundheitliche Probleme bekommen haben, weil sie mit der Diät nicht zurechtkommen und jahrelang normal gegessen haben. Anderen wurde mit der Pubertät gesagt, dass sie jetzt keine Diät halten müssen und können sich nun nicht mehr an den Geschmack der Diät gewöhnen, nachdem sie "verbotene Früchte" genascht haben. Da wären eventuelle Folgen ein kleineres Übel als definitive Nebenwirkungen eines Lebens ohne Diät. Es muss ja auch Freiwillige geben, die den Anfang machen, sonst würde das Medikament nie Marktreife erlangen. Man muss ja später auch nicht die volle Dröhnung nehmen und völlig von der Diät weggehen. Wenn man nur einen Bruchteil der Dosis nimmt, würde es ja auch schon mal Erleichterungen bringen, weil man die Toleranz damit erhöht. Nicht mehr ganz so streng essen zu müssen, würde den meisten wahrscheinlich schon ausreichen.

      Wenn in Deutschland mal ein Test gestartet wird, müssen sich die Beteiligten nur im Klaren sein, dass es noch keine Dauerlösung ist und sie nach dem Ende der Versuche erstmal wieder zur normalen Diät zurückkehren müssen. Und das kann ja bekanntermaßen sehr schwer sein.
    • okay, davon höre ich bzw lese ich zum erstenmal und ich muss sagen mich macht das total neugierig und ich würde wenn sie das in deutschland testen würden mich freiwillig melden. davon abgesehen das ich das so wieso nur an erwachsenen testen würde einfach weil man als erwachsener einfach genauer etwas beschreiben können falls nebenwirkungen auftreten sollten.

      ja das würde für viele vieles einfacher machen, auch für mich :)

      also ich hoffe nun das das medikament auf den markt kommen darf und oder sie dieses erst einmal in deutschland testen und das man davon aber auch mal etwas dann mitbekommt, damit die pharmazeutiker genug probanden bekommen!!!!

      also ich bin gespannt!!!! :)

      lg